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Lockdown Januar 2021

Köln, den 11.01.2021

 

Informationen zum Distanzunterricht im Januar 2021

(wird nach Bedarf regelmäßig überarbeitet)

 

  1. Rechtliche Rahmenbedingungen:

 

Unterricht auf Distanz

Neuer rechtlicher Rahmen für das Lernen auf Distanz

Mit der geplanten Zweiten Verordnung zur befristeten Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnungen gemäß § 52 Schulgesetz erhalten Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, aber auch deren Eltern Rechtssicherheit im Umgang mit der neuen Form des Unterrichts.

Die Verordnung soll nach Zustimmung des Ausschusses für Schule und Bildung des Landtags rückwirkend zum 1. August 2020 in Kraft treten und wird zur Unterstützung der Schulen ergänzt durch eine pädagogisch-didaktische Handreichung. Die Schulen werden gebeten, die Verordnung im Vorgriff anzuwenden. Wichtige Eckpunkte lauten:

  • Distanzunterricht ist dem Präsenzunterricht im Hinblick auf die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden der Schülerinnen und Schüler wie der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte gleichwertig.
  • Die Schulleitung richtet den Distanzunterricht auf der Grundlage eines pädagogischen und organisatorischen Plans ein und informiert die zuständige Schulaufsicht sowie die Eltern hierüber.
  • Distanzunterricht soll dann digital erteilt werden, wenn die Voraussetzungen hierfür vorliegen, also insbesondere eine ausreichende technische Ausstattung der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte gewährleistet ist.
  • Schülerinnen und Schüler erfüllen ihre Schulpflicht durch Teilnahme am Distanzunterricht.
  • Die Leistungsbewertung erstreckt sich auch auf die im Distanzunterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Klassenarbeiten finden in der Regel im Präsenzunterricht statt. Daneben sind weitere in den Unterrichtsvorgaben vorgesehene und für den Distanzunterricht geeignete Formen der Leistungsbewertung möglich.
  • Die Verordnung erstreckt sich auf die Bildungsgänge aller Schulstufen und Schulformen. Sie wird bis zum Ende des Schuljahres 2020/2021 befristet.

Pädagogisch-didaktische Hinweise zum Unterricht auf Distanz

Die Schulen können zur Unterstützung auf eine Handreichung zur Entwicklung organisatorischer, didaktischer und pädagogischer Konzepte sowie mit Hinweisen zur Leistungsbewertung zurückgreifen. In ihr werden Fragen zu Organisationsmodellen, zu den im Kollegium zu treffenden Absprachen, zur Sicherstellung der Lernangebote für alle Schülerinnen und Schüler, zur Einbeziehung der Eltern und der Information der Schulgemeinde etc. thematisiert. Die Handreichung ist vom Ministerium für Schule und Bildung in enger Zusammenarbeit mit der Qualitäts- und Unterstützungsagentur sowie unter Beteiligung von erfahrenen Schulleitungen erarbeitet worden; sie wird den Schulen in der 32. KW bekannt gemacht, also rechtzeitig zum Start in das neue Schuljahr als Online-Broschüre zur Verfügung stehen.

 (www.broschüren.nrw/distanzunterricht).

(Schulministerium: Wiederaufnahme eines angepassten Schulbetriebs in Corona-Zeiten, August 2020)

 

Aus der Mail des Ministeriums vom 07.01.2021:

(Schulinformation an alle Eltern, 10.01.2021)

 

    Alle Eltern sind aufgerufen, ihre Kinder - soweit möglich - zuhause zu betreuen, um so einen Beitrag zur Kontaktreduzierung zu leisten. Um die damit verbundene zusätzliche Belastung der Eltern zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht abzufedern, soll bundesgesetzlich geregelt werden, dass das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 für 10 zusätzliche Tage pro Elternteil (20 zusätzliche Tage für Alleinerziehende) gewährt wird. Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erfolgt, weil dem Appell des Ministeriums für Schule gefolgt wird. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Information in geeigneter Weise an die Eltern Ihrer Schülerinnen und Schüler weitergeben.


    Alle Schulen der Primarstufe sowie der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen bieten jedoch ab Montag, den 11. Januar 2021, ein Betreuungsangebot für diejenigen Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 an, die nach Erklärung Ihrer Eltern nicht zuhause betreut werden können oder bei denen eine Kindeswohlgefährdung nach Rücksprache mit dem zuständigen Jugendamt vorliegen könnte (das Anmeldeformular ist als Anlage beigefügt). Die Betreuung findet zeitlich im Umfang des regulären Unterrichts- und Ganztags- bzw. Betreuungszeitraums, bei Bedarf auch unabhängig vom Bestehen eines Betreuungsvertrages statt.


    Während der Betreuungsangebote in den Schulen findet kein regulärer Unterricht statt. Vielmehr dienen die Betreuungsangebote dazu, jenen Schülerinnen und Schülern, die beim Distanzunterricht im häuslichen Umfeld ohne Betreuung Probleme bekämen, die Erledigung ihrer Aufgaben in der Schule unter Aufsicht zu ermöglichen. Diese Schülerinnen und Schüler nehmen - auch wenn sie sich in der Schule befinden - am Distanzunterricht ihrer jeweiligen Lerngruppe teil. Für die Aufsicht kommt vor allem sonstiges schulisches Personal in Betracht (aber gegebenenfalls auch ein Teil der Lehrkräfte). Über die Einbeziehung des Personals im Offenen Ganztag wird vor Ort in Abstimmung mit den Trägern entschieden.

 

 

Das Ziel der außergewöhnlichen Situation ist also die strikte Reduzierung von Kontakten.

Das Lernen für die Kinder ist verpflichtend, wie der Unterricht in der Schule es sonst ist. Die Leistungen werden auf die Zeugnisbewertungen angerechnet.

Kinder und Betreuungspersonen in der Notbetreuung sind während der gesamten Zeit verpflichtet die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen und Abstand zu halten. Das regelmäßige Lüften der Räume erfordert das Tragen warmer Kleidung.

 
  1. Schulische Voraussetzungen:

 

Von 330 Kindern kommen etwa 70 fast täglich in die Notbetreuung.

Es werden sieben Gruppen gebildet, die vormittags vom Schulsozialteam (Frau Mandic, Frau Vivier, Herr Maier, Herr Schmid und Frau Heite) sowie Lehrkräften ohne oder mit geteilter Klassenleitung (Frau Bär für die SEK, Frau Pabst, Frau Theisen, Herr Abel, Frau König und Frau Breidenstein) betreut werden.

Die Klassenleitungen führen den Distanzunterricht aus dem Homeoffice für ihre Klasse. Sie geben auch Aufgaben der Fachlehrkräfte an die Kinder weiter und halten den Kontakt mit den Familien.

Zu Beginn des Schuljahrs waren bereits die Kommunikationsmöglichkeiten mit den Eltern dokumentiert worden. Die Elternvertreter*innen unterstützen das Kollegium nach Kräften.

Die Personalausstattung der Schule liegt bei 100 %, derzeit sind alle Kolleg*innen einsatzfähig. Die Medienkompetenz ist (bzgl. neuer Medien) mindestens zufriedenstellend, die Ausstattung mit neuen Medien weniger. Die Schule verfügt über WLAN sowie 80 Tablets. Der Umgang mit den iPads befindet sich in den Anfängen. Die gemeinsame Nutzung der Tablets mit den Kindern ist geplant, konnte aufgrund des Lockdowns jedoch noch nicht begonnen werden. Das Kollegium bildet sich zum Einsatz der Tablets am 14.01.2021 fort. Das gesamte Kollegium verfügt über die Möglichkeit Mails auf ihren privaten Mailaccounts zu empfangen und zu senden und dabei Anhänge zu nutzen. Auch in der Teilnahme an Zoom-Besprechungen und der eigenständigen Durchführung (z.B. auf Stufe) ist das Kollegium geübt.

Um Kontakt zu den Kindern und Eltern zu halten sowie Aufgaben zu senden, zu erklären, zu unterstützen und zu kontrollieren, können die Klassenlehrerinnen auf verschiedene Kanäle zurückgreifen, beispielsweise Telefonate, Zoom-Konferenzen, E-Mail, Padlets. Auch können Materialien in der Schule zur Abholung bereitgelegt werden. Über die Arbeit der Kinder in der Notbetreuung informieren sie sich auch bei den Betreuer*innen in der Schule.

Auf der Grundlage der stufenweise erarbeiteten Quartalspläne stellen die Klassenlehrerinnen für alle Kinder – unabhängig vom Lernort – Tages- bzw. Wochenpläne zur Verfügung. Bei der Übermittlung unterstützen notfalls die Kolleg*innen aus dem Schulsozialteam.

Bei der Unterstützung der mehr als 60 Kinder türkischer Herkunft ist die HEU-Lehrerin Frau Yilmaz stets einsatzbereit. Sie hat einen Verteiler für die HEU-Kinder, über den sie die Familien mit sinnvollen Lernaufgaben für die Kinder versorgt.

 

Die Stufenteams treffen ihre Absprachen untereinander sowohl per Telefon und Mail als auch in Zoom-Besprechungen.

Individuelle Kontakte mit den Fachlehrkräften erfolgen nach Wahl (Telefon, Mail, Zoom…).

Das gesamte Kollegium trifft sich am Donnerstag, den 14.01.2021 online zur Fortbildung in mehreren Zoom-Aktionen, teils auch in Kleingruppen. Am Mittwoch und Donnerstag, den 20.01.2021 und 21.01.2021 finden Absprachen zu den Zeugnissen statt, dabei werden sich zeitversetzt die Klassenlehrerinnen mit den Fachlehrkräften und der Schulleitung in Zoom-Besprechungen zusammenfinden.

 

(Viele Kolleg*innen sind als Eltern schulpflichtiger Kinder in einer Doppelrolle. Daher haben sie viel Verständnis für die besondere Situation, sie können die Sorgen der Kinder nachvollziehen und auf Anfragen der Eltern reagieren. Auch alle anderen Kolleg*innen zeigen großes Verständnis für die Herausforderungen für die Familien.)

 

 

 

 
  1. Allgemeine Maßnahmen der Schule:

 

Alle Klassenlehrerinnen unterrichten die Kinder aus ihrem „Büro“ zuhause. Auch die Inhalte für den Fachunterricht werden an die Kinder durch die Klassenlehrerin weitergeleitet. Lehrerinnen mit reduzierter Stundenzahl werden durch andere Kolleginnen unterstützt.

Die Lehrkräfte müssen ihre Arbeitszeit anders als üblich einteilen. Jede Klassenlehrerin informiert ihre Klassen, wann sie feste telefonische Termine mit den Eltern vereinbart, wie sie miteinander den Kontakt halten und wann z.B. mit den Kindern gemeinsame Zoom-Gespräche stattfinden können. Damit alle ruhig und gesund bleiben, sind feste Zeiten auch für das Versenden von Mails sinnvoll: Nutzen Sie die Medien nur zwischen 8 und 17 Uhr, also wie zu normalen Bürozeiten.

Arbeitspläne (Tages- oder Wochenpläne) für die Kinder werden Ihnen morgens gegen 8 Uhr zugeschickt.

Mails zur Schuladresse können jederzeit geschickt werden.

Halten Sie die Zeiten ein, das tut allen Beteiligten gut.

Die Klassenlehrerinnen benachrichtigen Sie, sobald neue Materialien für die Kinder im Foyer abgeholt werden können.

(Schulinformation an alle Eltern, 10.01.2021)

 

 

 

  1. Umsetzung des Distanzunterrichts:

 

(Differenzierte Schulinformation, 10.01.2021)

Informationen für Eltern mit Kindern im Distanzunterricht:

 

Besprechen Sie mit Ihrem Kind, dass der Unterricht verpflichtend ist und die Ergebnisse gewertet werden.

Gewöhnen Sie Ihr Kind an feste Zeiten z.B.: aufstehen, waschen, richtig anziehen (im Schlafanzug lernt ein Kind weniger konsequent), frühstücken, Arbeit vorbereiten:

Aufgaben und Materialien an einem reizarmen Platz bereitlegen.

Zeitplan notieren: Aufgaben und Besprechungszeiten mit Ihnen oder der Lehrperson

Pausenzeiten einplanen, viel trinken, Snack bereitlegen – Lüften nicht vergessen. Eine Runde um den Block (ohne Kontakt) tut bestimmt gut. Fitnessübungen lassen sich zum Teil in der Wohnung ausüben.

Während des Distanzunterrichts werden auch digitale Medien genutzt. Daher sollten Sie die weitere Medienzeit (Fernseher, Computer, Spielkonsole Smartphone…) eher einschränken. Wir merken einigen Kindern bereits Mediensuchtanzeichen an. Lassen Sie die Kinder viel spielen, basteln und lesen.

Kontrollen sprechen Sie mit der Klassenlehrerin ab.

 
  1. Umsetzung der Notbetreuung:

 

(Differenzierte Schulinformation, 10.01.2021)

Informationen für Eltern mit Kindern in der Notbetreuung:

 

Lassen Sie Ihr Kind unbedingt zu den vereinbarten Zeiten kommen. Die Kinder arbeiten vormittags in gemischten Lerngruppen. Daher ist es sinnvoll, dass Ihr Kind zumindest zwischen 08.10 und 11.45 Uhr in dieser Gruppe arbeitet.

Es werden feste Gruppen gebildet, die aus Kindern verschiedener Klassen bestehen. Die Betreuung findet nicht immer durch die gleichen Personen statt, es erfolgen aber möglichst wenig Wechsel. Der Raum bleibt immer gleich – es ist oft nicht der Klassenraum Ihres Kindes. Wir informieren Sie am Montag, in welchem Raum Ihr Kind betreut wird.

Die Kinder arbeiten an den Aufgaben, die die Klassenlehrerin für die Kinder bereitstellt. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Kind die notwendigen Materialien mitbringt! Die Arbeit im Distanzunterricht ist verpflichtend, die Ergebnisse werden für die Zeugnisse gewertet.

Das Essen wird in mehreren Räumen bereitgestellt. Die Kinder müssen natürlich auch beim Essen viel Abstand einhalten.

Ihr Kind wird in der Schule zeitweise auch mit digitalen Medien arbeiten. Daher sollten Sie die weitere Medienzeit (Fernseher, Computer, Spielkonsole Smartphone…) eher einschränken. Lassen Sie die Kinder zuhause viel spielen (Brettspiele, Karten…), basteln und lesen.

Bitte denken Sie daran, dass Ihr Kind täglich am besten mehrere frische Masken zum Wechseln mitbringt.

Am 14.01.2021 wird die Notbetreuung durch OGS-Betreuer*innen durchgeführt.

Bitte melden Sie Ihr Kind im Sekretariat ab, wenn es nicht kommt: 0221 82011134. Wenn niemand an das Telefon geht, sprechen Sie auf den Anrufbeantworter!

 

 

  1. Weitere Absprachen innerhalb des Kollegiums:

 

Alle Klassenlehrerinnen erfüllen ihre Aufgaben aus dem häuslichen „Büro“. Auch die Aufgaben der Fachlehrkräfte werden von den Klassenlehrerinnen weitergeleitet. Notwendige Kopiervorlagen senden sie als PDF an die Schule, damit sie entsprechend ausgedruckt und im Foyer zur Abholung bereitgestellt werden können.

Alle Klassenlehrerinnen vereinbaren mit den Familien einen Zeitplan für die Zusendung bzw. Bereitstellung der Aufgaben, der Zoom-Zeiten, der Kommunikation mit der gesamten Klasse wie auch der Einzelberatung.

Die Kinder bekommen je nach Klassen Tages- oder Wochenpläne, die stufenweise in Anlehnung an die schulischen Arbeitspläne erstellt werden. Die Pläne werden der Schulleitung zugesendet sowie später in die Klassenbücher eingeklebt.

 

Lehrerinnen mit reduziertem Stundendeputat werden durch Lehrkräfte der Notbetreuung unterstützt. Diese werden entsprechend der Aufgaben in der Notbetreuung nicht täglich eingesetzt.

 

Die Arbeit im Distanzunterricht und in der Notbetreuung wird bis Mitte Februar evaluiert.

 

 

 

 

 

  1. Eine große Stärke des Kollegiums ist die Bereitschaft zu gegenseitiger Unterstützung. Bedenken und Sorgen werden untereinander geteilt. Der Lehrer*innenrat bildet eine vertrauensvolle Brücke.

    Die Schulleitung ist jederzeit für Anfragen, Bedenken und Tipps ansprechbar.

    Weitere Institutionen zur Unterstützung sind dem Kollegium bekannt (Schulpsychologischer Dienst).

    Erkrankte Kolleginnen melden sich wie im Regelbetrieb bei der Schulleitung. Da keine Ersatzkräfte flexibel einsetzbar sind, werden im Falle einer Krankheit Kolleginnen mit Klassenleitung am Vormittag in der Notbetreuung einspringen. Dies wird kleine Einschränkungen für den Distanzunterricht haben. Auf jeden Fall wird die Klasse mit Aufgaben versorgt.

    Sollte eine Klassenlehrerin nicht unterrichten können, bekommen die Kinder Aufgaben von den Stufenkolleginnen.